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Sind Henna-Tattoos eine Alternative?

Das die Haut hellrot färbende Hennapulver selbst wird in der Regel gut vertragen. Oft jedoch wird der Zusatzstoff para-Phenylendiamin beigefügt, ein starkes Kontaktallergen, das einen dunkleren bis schwarzen Farbton erzeugt.

Hennapulver wird aus den getrockneten Blättern des Cyperstrauchs (Lawsonia inermis) gewonnen und zur Herstellung von Färbemitteln genutzt. In Reinform erzeugt es auf der Haut ein hellrotes Muster und wird in der Regel gut vertragen: Für Henna selbst ist keine sensibilisierende Wirkung nachgewiesen. Oft jedoch wird Henna der Zusatzstoff para-Phenylendiamin (PPD) beigefügt, um einen dunkleren bis schwarzen Farbton zu erzeugen.

Para-Phenylendiamin (PPD) ist ein starkes Kontaktallergen und kann schwere Hautreaktionen auslösen

Von Juckreiz und Rötungen bis hin zu Bläschenbildung, starkem Brennen und Aufplatzen der Haut. Einige Patienten fühlen sich regelrecht krank. Bekannt ist, dass Hautkontakt mit zweiprozentigem PPD über zwei Tage hinweg ausreicht, um eine Allergie zu erzeugen. Personen, die einmal sensibilisiert sind, können ihr Leben lang allergisch gegen die Substanz oder (durch eine Kreuzallergie) gegen Farben ähnlicher chemischer Struktur reagieren. Das Allergen zu vermeiden ist schwierig: Es kann praktisch in jedem dunklen Gegenstand vorkommen – im Innenraum des Autos, in dunklem Leder oder in schwarzer Kleidung. Je nachdem wie hoch das PPD dosiert ist und wie lange man sich dem aussetzt, kann es erneut zu allergischen Reaktionen kommen.

Zwar ist PPD als Zusatzstoff in Tätowiermittel verboten. Trotz Vorschriften und Grenzwerten kann man nicht sicher sein, dass nur PPD-freie Tattoopasten auf dem Markt sind. Vorsicht ist vor allem in Urlaubsländern außerhalb Europas und bei sehr dunkler Paste geboten. Wenn Sie nicht sicher sein können, dass die verwendete Farbe gut verträglich ist, sollten Sie auf ein Tattoo verzichten. Erst recht, wenn Sie ohnehin schon eine Veranlagung zu Allergien haben.


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