Häufig gestellte Fragen und Antworten
Hier kommen Sie zu den Übersichten der häufig gestellten Fragen und Antworten:
- im Bereich Essen & Genuss
- im Bereich Schönheit & Pflege
- im Bereich Kleidung & Schmuck
- im Bereich Kinder & Spielzeug
- im Bereich Draußen & Unterwegs
- im Bereich Bauen & Wohnen
- im Bereich Allergieprävention
Fragen und Antworten: Bereich Essen & Genuss
- Was bedeutet die Histamin- und Kochsalz (NaCl)-Quaddel beim Allergietest?
-
Um bei einem Allergietest an der Haut die Ergebnisse abzulesen, benötigt der Arzt zwei Kontrollen: eine Negativ- und eine Positivkontrolle.
Die Negativkontrolle wird mit Kochsalzlösung (NaCl) vorgenommen. Der Körper kann auf NaCl nicht allergisch reagieren, sodass diese Hautstelle nach dem Einstich keine Rötung oder Quaddel aufzeigen sollte. Der Arzt kann so erkennen, wenn der Patient nur auf den Einstich in die Haut empfindlich reagiert.
Als Positivkontrolle nimmt der Arzt den Stoff Histamin, der immer und bei jedem Patienten eine Rötung oder Quaddel auslöst. Anhand der Größe der Quaddel und der Stärke dieser Reaktion kann der Arzt nun die anderen Testbereiche an der Haut bewerten.
- Was sagt ein positiver Allergietest aus?
-
Allergietestungen an der Haut und/oder im Blut geben dem Arzt einen Hinweis, ob die bestehenden Beschwerden des Patienten mit einem Allergieauslöser in Verbindung stehen. Unter Fachleuten wird von einer Sensibilisierung gesprochen.
Ob die Ergebnisse der Testungen und die Beschwerden der Patienten zusammenpassen, muss der Arzt im weiteren Verlauf der Diagnose bestätigen oder entkräften. In Bezug auf Lebensmittelallergien bedeutet dies für den Patienten, spezielle diagnostische Diäten durchzuführen und sich einer gezielten Provokation zu unterziehen.
- Ich leide unter Neurodermitis. Muss ich auf Zucker verzichten?
-
Als Neurodermitiker dürfen Sie Zucker kontrolliert zu sich nehmen. In einer Studie konnte gezeigt werden, dass ein begrenzter Zuckerkonsum keinen Einfluss auf das Hautekzem hat.
Die häufig praktizierte zuckerfreie Diät ist danach wissenschaftlich nicht begründbar. Unter allergologischen Aspekten können allerdings Süßigkeiten ein Ekzem verschlechtern. Dies liegt dann nicht am Zucker, sondern eventuell an anderen in den Süßigkeiten verarbeiteten Zutaten, wie Milch, Weizen oder Nüssen.
- Muss ich als Milcheiweißallergiker oder bei bestehender Laktose-Intoleranz auch Milchsäure meiden?
-
Milchsäure (Laktat) ist ein Stoff, der im eigentlichen Sinne nichts mit der Milch zu tun hat. Die Herstellung in der Lebensmitteltechnologie erfolgt nach dem Prinzip der milchsauren Vergärung. Milchsäure ist für Milcheiweißallergiker und Betroffene mit Laktose-Intoleranz gut verträglich.
- Darf ich als Weizenallergiker Dinkel essen?
-
Bei einer Weizenallergie wird in der Regel auch die Urform des Weizens, der Dinkel, nicht vertragen. Die Allergieauslöser in beiden Getreidesorten sind sehr ähnlich und zum Teil identisch.
In Ausnahmefällen kann die Verträglichkeit anderer Weizenformen wie Dinkel, Einkorn oder Kamut über eine Provokation getestet werden.
- Kann ich als Milchallergiker Ziegen- oder Schafsmilch trinken?
-
Die Kuhmilch enthält fünf verschiedene allergieauslösende Eiweiße, die zum Teil auch in Milchen anderer Tiere vorkommen. Zusätzlich kann es Kreuzreaktionen zwischen den einzelnen Proteinen geben.
Je nach Allergiespektrum sind also Stuten-, Ziegen- oder Schafmilch und Produkte daraus bei einer Milchallergie ebenfalls unverträglich. In Ausnahmefällen kann die Verträglichkeit einzelner Tiermilchen über eine Provokation getestet werden.
- Gibt es einen Allergietest auf Zusatzstoffe?
-
Reaktionen nach dem Verzehr zusatzstoffhaltiger Lebensmittel können nicht durch einen klassischen Allergietest herausgefunden werden, da der Körper nicht mit einer "echten" Allergie auf diese Zusatzstoffe reagiert. Die Diagnose kann nur in Form einer Ausschlussdiät mit anschließender Provokation durchgeführt werden.
- Muss ich als Pollenallergiker auf Lebensmittel verzichten?
-
Pollenallergiker sollten nicht generell auf bestimmte Lebensmittel verzichten. Bei einem gewissen Anteil der Pollenallergiker kann es zu Kreuzreaktionen mit Lebensmitteln kommen. Die pollenassoziierten Lebensmittel lassen sich in drei Gruppen einteilen: Reaktionen auf frühblühende Bäume (Birke, Erle, Hasel), Beifußpollen und Getreide-/Gräserpollen. Im Rahmen einer individuellen Ernährungsberatung bei einer allergologisch versierten Ernährungsfachkraft muss individuell für den Pollenallergiker eine verträgliche Kost zusammengestellt werden.
Allergie auf frühblühende Baumpollen (Birke, Erle, Hasel)
Mögliche Kreuzreaktionen: rohe Äpfel, Kirschen, Pflaumen, rohe Karotten/Möhren, Sellerie, Soja (siehe Dokumente unten) sowie Nüsse/Mandeln.
Liegt eine Sellerieallergie vor, können auch Vertreter der Familie der Lippenblütler (Basilikum, Majoran, Oregano, Thymian) oder der Doldenblütler (Anis, Dill, Fenchel, Koriander, Liebstöckel und Karotten) unverträglich sein.
Allergie auf Beifußpollen
Beifuß gilt als Leitallergen der Gewürz- und Kräuterallergien. Mögliche Reaktionen können nach dem Verzehr von Pfeffer, Chili, Tomaten, Paprika, Sellerie, roher Karotte/Möhre, Anis, Koriander, Liebstöckel, Kümmel, Petersilie, Dill, Basilikum, Majoran, Oregano und Thymian auftreten.
Allergie auf Gräser-/Getreidepollen
Bei diesen Pollenallergikern sind Kreuzallergien eher selten. Nachgewiesen wurden Reaktionen auf Tomate, Pfefferminze, Sojabohnen, Erdnüsse und in sehr seltenen Fällen Roggen- oder Weizenmehl. Ebenfalls wurden Reaktionen auf Bananen beobachtet.
- Bei welchen Weihnachtsgewürzen muss ich als Allergiker vorsichtig sein?
-
Allergien gegen Gewürze kommen sehr selten vor. Weihnachtliche Gewürze wie Zimt, Muskat, Koriander, Gewürznelken, Kardamom und Anis können jedoch trotzdem Allergien auslösen. Insbesondere Beifußallergiker und Birkenpollenallergiker sollten vorsichtig sein, da es häufig zu Kreuzreaktionen bei den genannten Gewürzen kommen kann. Muskat, Ingwer, Piment, Nelken und Sternanis werden in kleinen Mengen von den meisten Allergikern gut vertragen. Bei Gebäcken, die Anis und Koriander enthalten, sollten Allergiker nur vorsichtig probieren. Diese können auch schon in kleinen Mengen allergische Reaktionen auslösen.
- Ich habe eine Allergie gegen Zimt und Kardamom. Darf ich Glühwein trinken?
-
Nein, denn Glühwein enthält unter anderem die Gewürze Zimt und Kardamom. Personen, die auf Anis, Nelken oder Muskat allergisch reagieren, sollten ebenfalls auf Glühwein verzichten, da auch diese Zutaten für die Herstellung von Glühwein verwendet werden.
- Hühnereiallergie – Wodurch lassen sich Eier in Plätzchenteigen ersetzen?
-
Ein Ei kann durch jeweils eine der folgenden Mischungen ersetzt werden:
- Mischung aus Pflanzenöl (1 EL), Wasser (2 EL) und Backpulver (halber TL)
- Sojamehl (1 EL) und Wasser (2 EL)
- Halber TL Natron pro 100 g Mehl
- 1 TL Johannisbrotkernmehl
- Eine kleine pürierte Banane
- Ei-Ersatzpulver aus dem Reformhaus
Eifreie Kuchen und Plätzchen wirken manchmal farblos oder blass. Wenn man jedoch etwas Safran (Pulver oder Fäden) in Milch (oder Wasser) auflöst und diese Mischung unter den Teig hebt, erhält das Gebäck eine wunderschöne sattgelbe Farbe.
- Nussallergie – (Wie) Lässt sich Schokolade selbst herstellen?
-
Schokolade erhält seinen wohlschmeckenden Geschmack durch das Conchieren. Das ist ein sehr aufwändiger Prozess, bei dem die Schokoladenmasse über viele Stunden bis zu mehreren Tagen gedreht, gewendet, gelüftet und temperiert wird. Daher lässt sich richtige Schokolade zu Hause nur sehr schwer selbst herstellen.
Alternativ können Sie jedoch einen Schokoladenersatz zubereiten: Erhitzen Sie dafür Kakao- und Kokosbutter im Wasserbad und geben Sie nach und nach unbehandeltes Kakaopulver hinzu. Zum Schluss mit Vanillezucker und Puderzucker abschmecken. Wenn Sie es vertragen, können Sie auch etwas Sahnepulver und Rosinen hinzufügen. Guten Appetit!
- Wo finde ich eine allergologisch spezialisierte Ernährungsfachkraft?
-
Bedenken Sie bei der Auswahl einer geeigneten Ernährungsfachkraft, dass die Bezeichnung "Ernährungsberater" nicht gesetzlich geschützt ist. Allergologisch versierte und spezialisierte Ernährungsfachkräfte sind Oecotrophologen/innen oder Diätassistenten/innen, die den Schwerpunkt in ihrem Tätigkeitsfeld auf Allergiepatienten gelegt haben und die nötigen Fortbildungen oder Zertifikate absolvieren.
Folgende Fachgesellschaften sind Ihnen gern bei der Auswahl geeigneter allergologischer Fachkräfte behilflich:
Bei folgenden Adressen erhalten Sie ebenfalls Hinweise auf qualifizierte Ernährungsfachkräfte, Sie sollten aber den allergologischen Schwerpunkt gezielt abfragen:
