Allergie
Das Wort "Allergie" entstand aus den altgriechischen Wörtern állos (fremd, anders) und érgon (Ding, Sache).
Unter einer Allergie versteht man eine Überreaktion des Immunsystems, die von bestimmten, an sich nicht schädlichen körperfremden Stoffen (Allergenen) ausgelöst wird. Die Symptome allergischer Erkrankungen sind individuell sehr verschieden und können für die Betroffenen zur Qual werden. In Extremfällen kann es zu einem lebensbedrohlichen anaphylaktischen Schock kommen, der mit Blutdruckabfall, einer Verengung der Bronchien (Atemnot) und Kehlkopfödem (Schwellung) einhergeht.
Jeder echten Allergie geht eine Sensibilisierungsphase voraus: Das Immunsystem kommt in Kontakt mit einem Stoff, stuft ihn als fremd und möglicherweise gefährlich ein und entwickelt vom Menschen unbemerkt ein immunologisches Gedächtnis. Bei einem neuerlichen Kontakt mit dem entsprechenden Allergen (Tage, Wochen oder gar Jahre später) kann es dann zur allergischen Reaktion kommen. Tritt sie sehr schnell ein, handelt es sich um eine Allergie vom Typ I (Soforttyp); tritt die Abwehrreaktion erst zwei bis drei Tage nach dem Kontakt auf, dann spricht man von einer Allergie vom Typ IV (Spättyp).
Siehe auch
- Allergen
- Soforttyp-Reaktion
- Spättyp-Allergie
- Typ 2-Reaktion (zytotoxischer Typ)
- Typ 3-Reaktion (Immunkomplex-Typ)
Weitere Informationen auf den Seiten anderer Anbieter
- Allergische Erkrankungen (Quelle: Robert Koch Institut)
- Grundlagen der allergischen Reaktionen (Quelle: S. Weber/J. Schmidt, Technische Universität Dresden)
- Übersicht über die Typen allergischer Reaktionen (Quelle: European Centre for Allergy Research Foundation (ECARF))
- Allergien erkennen, behandeln, vermeiden (Quelle: Techniker Krankenkasse)
- Fragen und Antworten zum Thema Allergien (Quelle: Arte)
- Allergy 3D Medical Animation (Quelle: rufusrajadurai.wetpaint.com)