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Ambrosia

Das Beifußblättrige Traubenkraut (Ambrosia artemisiifolia) ist ein Korbblütler, stammt ursprünglich aus Nordamerika und fühlt sich zunehmend auch in Europa heimisch, wo es ähnliche klimatische Bedingungen wie in seiner Heimat vorfindet. Die Pflanze bevorzugt Standorte, die nur lückenhaft bewachsen sind und gedeiht an Straßen- und Ackerrändern, an Böschungen, in Neubaugebieten oder auf Schutthalden. Aber auch in privaten Gärten kommt die Beifuß-Ambrosie häufig vor – vor allem, wenn Vögel im Winter mit Streufutter oder Sonnenblumenkernen gefüttert wurden, da Vogelfutter sehr häufig mit Ambrosia-Samen verunreinigt ist.

Ambrosia artemisiifolia (in Kanada und in den USA Ragweed genannt) beginnt erst im Spätsommer zu blühen und tut dies bis in den Oktober hinein. Dadurch verlängert sich die Pollenflugzeit und somit die Leidenszeit der Pollenallergiker um rund zwei Monate in den Herbst hinein.

In Nordamerika sind etwa 80 Prozent aller Pollenallergiker auch gegen Ambrosia allergisch. Für Europa fehlen bisher exakte Zahlen, Schätzungen gehen jedoch davon aus, dass hierzulande die Hälfte aller Pollenallergiker auch auf Ambrosia sensibilisiert ist. Selbst Menschen, die bislang keine Allergien kannten, können empfindlich auf diese Pflanze reagieren. Bindehautentzündung, Heuschnupfen oder allergisches Asthma durch Einatmen des Pollens und entzündliche Reaktionen der Haut nach Berührung der Pflanze sind mögliche Symptome einer Ambrosia-Allergie. Das hohe allergene Potenzial der Pflanze entsteht durch eine spezielle Oberflächenstruktur der Pollen.

Um die weitere Einbürgerung der Pflanze in Europa und Deutschland zu verhindern und die damit einhergehenden gesundheitlichen Folgen zu minimieren, sollten zum einen keine neuen Pflanzen eingebracht werden und zum anderen bereits vorhandene Pflanzen konsequent entfernt werden. Denn: Eine einzige Beifuß-Ambrosie kann bis zu einer Milliarde Pollen produzieren und der Samen einer Pflanze kann bis zu 40 Jahre im Boden überdauern und auf günstige Keimbedingungen warten.

Am 08. Juli 2010 wurde auf einer Pressekonferenz an der FU Berlin das Berliner "Aktionsprogramm gegen Ambrosia" vorgestellt, das das Ziel hat, die Ausbreitung der Ambrosia in Berlin zu verhindern und den derzeitigen Bestand zu minimieren. Beteiligte an diesem Aktionsprogramm sind Senatsstellen und die Grünflächenämter der Bezirke, außerdem Berliner Forschungseinrichtungen und Beschäftigungsgesellschaften. Nähere Informationen zum Berliner Aktionsprogramm finden Sie hier.

Der Hauptweg, über den die Beifuß-Ambrosie in Deutschland verbreitet wird, sind mit Ambrosia-Samen verunreinigte Futtermischungen für Vögel. Die Ambrosia-Samen gelangen in das Vogelfutter, wenn die Anbauflächen der Futtersamen, in der Regel Sonnenblumen, mit Ambrosia verunkrautet sind.

Leider ist auf Angaben der Hersteller von Vogelfutter wie "amrosiafrei/ambrosiakontrolliert" kein Verlass, sodass die Futterstellen der Vögel auf das Vorkommen von Ambrosia kontrolliert werden sollten. Stellt man fest, dass am Futterplatz Ambrosia-Pflanzen wachsen, sollten diese konsequent entfernt werden.

Allgemein gilt: Wer das Kraut im Garten findet, sollte es noch vor der Blüte ausreißen und in den Restmüll werfen. Die Benutzung von Handschuhen wird dabei empfohlen. Die Entfernung blühender Pflanzen sollte nicht durch Pollenallergiker durchgeführt werden. Größere Bestände von über zehn Pflanzen sollten den zuständigen Behörden gemeldet werden, um geeignete Gegenmaßnahmen zu gewährleisten.

In Abgrenzung zum Gewöhnlichen Beifuß (Artemisia vulgaris) sind folgende Merkmale bei der Bestimmung des Beifußblättrigen Traubenkrauts hilfreich: grüne bis rötliche und behaarte Stängel (nicht braune und glatte), feine (nicht gröbere) fiederteilige Blätter mit grüner (nicht silbriger) Unterseite sowie ein grünlicher (nicht grau-grüner) Blütenstand.

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Allergen: Ambrosia

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