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Zentrale Handlungsfelder und Ausblick

Der Aktionsplan umfasst acht zentrale Handlungsfelder, zu denen alle Akteure Projektideen einbringen können.

Was bislang fehlte, war die verstärkte Kooperation zwischen Wirtschaft, Patientenverbänden, Wissenschaft, Medizin und Politik. Der Nationale Aktionsplan gegen Allergien hat diese Lücke geschlossen und gemeinsame Projekte auf den Weg gebracht.

Die gesteckten Ziele können nur gemeinsam erreicht werden. Die Politik ist auf die aktive Mitwirkung und das Engagement aller gesellschaftlichen Akteure in diesem Bereich angewiesen. Auch die Eigenverantwortung von Verbraucherinnen und Verbrauchern für ihre Entscheidungen spielt eine wichtige Rolle.

Ausblick

Der Aktionsplan gegen Allergien konzentriert sich derzeit auf die Felder "Verbesserung des Wissens zur Allergieprävention für junge Eltern" und "Allergie-Monitoring".

Das Netzwerk "Gesund ins Leben – Netzwerk Junge Familie" hat das Ziel, alle rund um die Geburt und in den ersten Lebensjahren des Kindes tätigen Multiplikatoren, Akteure, Institutionen und Medien zu vernetzen, um jungen Familien Wissen und Kompetenzen zur ausgewogenen Ernährung und zur Allergieprävention sowie zur Verbesserung der Situation von Kindern mit Allergieneigung zu vermitteln. Mit praxisnahen Informationen sollen junge Familien zu einem gesunden Lebensstil motiviert und in die Lage versetzt werden, ihren Alltag entsprechend der Empfehlungen zu gestalten.

Der 1. Netzwerkkongress mit vielen Teilnehmern aus Wissenschaft, Politik, Verbänden, Wirtschaft und Medien fand am 10. Juni 2010 in Berlin statt.

Seminarraum mit Kongressteilnehmern während der Workshopsitzungen

Im Rahmen des Aktionsplans gegen Allergien hat es sich das Bundesministerium für Ernährung, Verbraucherschutz und Landwirtschaft (BMELV) auch zum Ziel gesetzt, das Allergiegeschehen in Deutschland systematisch und dauerhaft zu erfassen (Allergie-Monitoring). Zu diesem Zweck wird im Rahmen einer Sentinel-Studie eine Allergiedatenbank erstellt, in die anonymisierte Patientendaten einfließen, die von niedergelassenen Ärzten erhoben werden. Anhand der gewonnenen Daten kann die Entwicklung bekannter Allergien verfolgt und das Aufkommen möglicher neuer Allergene schnell erkannt werden. Dies soll unter anderem dabei helfen, frühzeitig Maßnahmen zur Vermeidung von Sensibilisierungen zu ergreifen. Langfristig soll bundesweit das gesamte Spektrum allergischer Erkrankungen in der Datenbank des Allergie-Monitorings erfasst werden.


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