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Allergien vorbeugen

Es gibt zahlreiche Studien, die Hinweise darauf geben, wie Allergien vermieden werden können. Doch nicht immer sind die Ergebnisse verlässlich, eindeutig und so zu interpretieren, dass sich daraus auch allgemein gültige Empfehlungen ableiten ließen. Viele Eltern, die ihre Kinder vor Allergien schützen möchten, finden sich im Wirrwarr der vielen mehr oder minder sinnvollen Ratschläge kaum zurecht und handeln – um alles richtig zu machen – manchmal übervorsichtig. Andere wiederum wissen gar nicht, dass sie schon mit recht einfachen Verhaltensmaßnahmen das Allergierisiko tatsächlich senken können.

Klar ist: Ob ein Mensch eine Allergie entwickelt oder nicht und wie die Erkrankung verläuft, hängt von verschiedenen Faktoren ab. Den einen Faktor – die genetische Veranlagung für Allergien – können wir nicht beeinflussen. Andere Faktoren hingegen lassen sich steuern: Ob zum Beispiel die Mutter während der Schwangerschaft raucht, wie das Kind im ersten Lebensjahr ernährt wird, ob die Familie Haustiere hält und wie sauber die Raumluft ist.

Die erfolgreichste Vorbeugung besteht darin, die Entstehung einer Allergie von Vorneherein zu verhindern (Primärprävention). Sie ist vor allem wirksam bei Risikogruppen, also Kindern aus Familien, deren Eltern oder Geschwister schon an einer Allergie leiden. Doch auch sensibilisierte Personen – Kinder und Erwachsene – können einer Manifestierung und Verschlimmerung der Erkrankung vorbeugen (Sekundärprävention): Indem sie versuchen, ihre Allergene zu meiden und/oder eine geeignete Therapie wählen.

Es gibt ein paar einheitliche Richtlinien, die Eltern und Betroffenen eine gute Orientierung bieten: Sie wurden im Rahmen des Aktionsbündnisses Allergieprävention aus über 300 Studien entwickelt und bilden den Kern des aktuellen Forschungsstands. Darüber hinaus gibt es einige Forschungsansätze, die für Präventionsmaßnahmen der Zukunft interessant werden könnten. Bescheidenheit dürfte dennoch angebracht sein: Viele Faktoren, die zur Entstehung von Allergien führen und ihren Krankheitsverlauf beeinflussen, kennen selbst Wissenschaftler und Ärzte noch nicht.

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