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Fisch

Die Auslöser

Der Verzehr von Fisch in Deutschland steigt in den letzten Jahren stetig an. Auch wenn die Verzehrsmenge einem typischen Nord-Süd Gefälle unterliegt, landet das Meerestier immer häufiger in deutschen Einkaufskörben. Die beliebtesten Fischsorten der Deutschen sind Hering, Scholle, Seelachs, Rotbarsch, Lachs, Makrele, Forelle und Thunfisch.

Die Allergieauslöser im Fisch sind sehr aggressiv. Schon geringe Mengen verzehrten Fisches oder das Einatmen der Kochdämpfe können bei Fischallergikern Beschwerden auslösen. Wie stark das Fischallergen wirkt, können Betroffene beim Verzehr von Fleisch oder Eiern von mit Fischmehl gefütterten Tieren merken. Hier kann es bei hochgradigen Allergikern ebenfalls zu Symptomen kommen. Fischallergien treten im Kindes- und Erwachsenenalter gleichermaßen auf und bleiben meist lebenslang bestehen.

Auch wenn allergische Reaktionen meist auf nur wenige Fischarten begrenzt sind, wird in der Regel aufgrund der schweren Symptome und möglicher Kreuzreaktionen ein kompletter Fischverzicht empfohlen. Kombinierte Reaktionen mit anderen Lebensmitteln wie Schalentieren (Garnelen, Hummer, Krabben) oder Algen werden vereinzelt diskutiert, konnten bisher aber nicht bewiesen werden.

Die Allergene der einzelnen Fischarten sind sehr stabil und werden durch Verarbeitung (Erhitzen, Einlegen, Räuchern) nicht verändert. Betroffene sollten auch Lebertran oder Fischölkapseln meiden.

Worauf müssen Sie achten?

Der Verzicht von Fisch schränkt die Lebensmittelauswahl zwar ein, ist aber in der eigenen Küche ohne Probleme umsetzbar. Ebenfalls gestaltet sich der Einkauf beim Metzger oder Bäcker unproblematisch. Der Einsatz von Fisch bei der Verarbeitung von Lebensmitteln ist ebenfalls auf nur wenige Produkte begrenzt. Achten Sie dennoch beim Kauf von loser Ware oder beispielsweise bei folgenden Produkten auf den Einsatz von Fisch:

  • Feinkostsalate oder -gerichte
  • Gerichte wie Paella, Vitello tonnato
  • Asiatische Soßen und Suppen (Austernsoße, Squid Brand)
  • Surimi (asiatisches Fischprodukt)
  • Anchovis, Sild (Hering), Anchosen
  • Würzmischungen, -pasten oder -soßen
  • Salz- und Knabbergebäck

Im Rahmen der Allergen-Kennzeichnungsverordnung müssen Fischbestandteile immer als solche im Zutatenverzeichnis gekennzeichnet werden. Achten Sie auf Begriffe mit der Bezeichnung "Fisch…" und Begriffe wie Kaviar (Sevruga, Osietra, Ossetra, Ossiotr, Beluga), Anchovis, Anchosen, Sild, Kronsild, Austern, Salm (Lachs), Schillerlocken und Sprotten.

Bei loser Ware gibt es bisher keine Kennzeichnungspflicht für Fisch und fischhaltige Speisen. In der Bäckerei, Metzgerei oder beim Besuch eines Restaurants müssen Sie das Personal befragen und auf Ihre Erkrankung hinweisen. Speziell im Restaurant müssen Sie darauf hinweisen, dass schon der Kontakt eines Küchengerätes (mit dem vorher Fisch bearbeitet wurde) oder das Zubereiten in einer "Fischpfanne" ausreichen kann, um Beschwerden auszulösen.

Fischfreies Kochen

Fisch in der eigenen Küche zu vermeiden, stellt kein Problem dar. Bei der Auswahl von speziell herzhaften Fertig- oder Halbfertigprodukten muss das Zutatenverzeichnis beachtet werden, da Fisch oder Fischwürze als Geschmacksgeber oder Aroma enthalten sein können. Möchte die Familie eines Fischallergikers nicht komplett auf Fisch verzichten, sollte bei der Zubereitung darauf geachtet werden, dass die Küchengeräte anschließend gründlich gereinigt werden.

Ausgewogene Ernährung bei Fischallergie

Fisch liefert hochwertiges Eiweiß, essentielle (lebensnotwendige) Fettsäuren, Vitamin D, Fluorid und Jod. Allergiker können auf Eiweißquellen wie Fleisch oder Hülsenfrüchte zurückgreifen. Sogenannte Meeresfrüchte (Muscheln, Austern, Weichtiere) können zwar den "Fischgeschmack" ersetzen und liefern in kleiner Menge Jod, Vitamin D und hochwertige Fettsäuren, allerdings sind Meeresfrüchte und Schalentiere (seafood) ebenfalls als relevante allergene Lebensmittel anzusehen.

Eine Ernährung komplett ohne Fisch sollte im Rahmen einer individuellen Ernährungsberatung besprochen und erarbeitet werden.

Allergen-Steckbrief zum Download

  • Die Auslöser
  • Worauf müssen Sie achten?
  • Fischfreies Kochen
  • Ausgewogene Ernährung bei Fischallergie

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