Krebstiere
- Die Auslöser
- Worauf müssen Sie achten?
- Kochen ohne Krebstiere
- Ausgewogene Ernährung bei Allergie auf Krebstiere
- Allergen-Steckbrief zum Download
Die Auslöser
Krebstiere zählen zusammen mit einigen Arten der Weichtiere (Mollusken) zu den Meeresfrüchten oder Schalentieren. Die bekanntesten und für den Verzehr geeignet sind Garnele, Hummer, Languste, Fluss- und Taschenkrebs sowie Krabbe. Der Verzehr von Schalentieren steigt in Deutschland in den letzten Jahren stetig an, auch wenn er wie beim Fisch einem typischen Nord-Süd Gefälle unterliegt. Die Allergieauslöser in Krebstieren sind sehr „aggressiv“. Schon geringste Mengen oder das Einatmen der Kochdämpfe können bei Allergikern Beschwerden auslösen. Allergien auf Krebstiere treten bevorzugt im Erwachsenenalter auf und bleiben meist lebenslang bestehen.
Kombinierte Reaktionen innerhalb der Gruppe der Krebstiere (Garnele, Krabbe, Languste, Hummer) sind bekannt. Ebenfalls muss mit Reaktionen auf andere Schalentiere (Weichtiere: Schnecken, Muscheln, Austern) gerechnet werden. Eine etwas merkwürdig anmutende Kreuzallergie, die aber bei gut der Hälfte der Garnelenallergiker vorkommt, ist die Reaktion auf Hausstaubmilben. Fisch wird in der Regel gut vertragen, es sei denn, es liegt eine gleichzeitige Fischallergie vor.
Worauf müssen Sie achten?
Der Verzicht auf Krebstiere schränkt die Lebensmittelauswahl zwar ein, ist aber in der eigenen Küche ohne Probleme umsetzbar. Beim Einkauf sollten Sie allenfalls an der Fischtheke darauf hinweisen, dass der gekaufte Fisch keinen Kontakt mit Garnelen, Krabben, Langusten, Hummer oder Krebsen gehabt haben sollte. Der Einsatz von Krebstieren bei der Verarbeitung von Lebensmitteln ist ebenfalls auf nur wenige Produkte begrenzt. Achten Sie beispielsweise bei folgenden Produkten auf den Einsatz von Krebstieren:
- Fischsalate, Feinkostsalate oder -gerichte
- Gerichte wie Paella oder Fischsuppe
- Asiatische Soßen und Suppen (Austernsoße, Squid Brand)
- Surimi (asiatisches Fischprodukt)
- Würzmischungen, -pasten oder -soßen
- Asiatisches Salz- und Knabbergebäck
- Kroepoek, Krupuk (Krabbenbrot, -chips)
Im Rahmen der Allergen-Kennzeichnungsverordnung müssen Krebstiere immer als solche im Zutatenverzeichnis gekennzeichnet werden. Achten Sie auf Begriffe wie Krebstiere, Krabben, Krebsfleisch, Garnelen, Granat, Hummer, Kroepoek, Krupuk, Languste, Lobster, Prawns, Scampi, Seespinne und Surimi.
Bei loser Ware gibt es bisher keine Kennzeichnungspflicht für Krebstiere und krebstierhaltige Speisen. Beim Besuch eines Restaurants müssen Sie das Personal befragen und auf Ihre Erkrankung hinweisen. Speziell im Restaurant müssen Sie darauf hinweisen, dass schon der Kontakt mit einem Küchengerät (mit dem vorher Krebstiere bearbeitet wurden) oder das Zubereiten in einer "Fischpfanne" ausreichen kann, um Beschwerden auszulösen.
Kochen ohne Krebstiere
Krebstiere in der eigenen Küche zu vermeiden, stellt kein Problem dar. Bei der Auswahl von herzhaften Fertigprodukten, Feinkost oder asiatischen Lebensmitteln muss das Zutatenverzeichnis beachtet werden, da Krebstiere – auch als Geschmacksgeber oder Aroma – enthalten sein können. Möchte die Familie eines Allergikers nicht komplett auf Krebstiere verzichten, sollte bei der Zubereitung darauf geachtet werden, dass die Küchengeräte anschließend gründlich gereinigt werden.
Ausgewogene Ernährung bei Allergie auf Krebstiere
Krebstiere liefern hochwertiges Eiweiß, Vitamin D, Fluorid und Jod. Allergiker können auf Eiweißquellen wie Milch, Fleisch, Hülsenfrüchte und bei Verträglichkeit auf Fisch zurückgreifen. Der Verzicht auf Krebstiere stellt für eine ausgewogene Ernährung keine Gefahr dar.
Allergen-Steckbrief zum Download
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- Kochen ohne Krebstiere
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