Kuhmilcheiweiß
- Die Auslöser
- Worauf müssen Sie achten?
- Milchfreies Kochen
- Ausgewogene Ernährung bei Milcheiweißallergie
- Allergen-Steckbrief zum Download
Die Auslöser
Milch und Milchprodukte nehmen in unserer Ernährung einen hohen Stellenwert ein. Sie sind wichtiger Eiweiß-, Calcium- und Vitamin-B2-Lieferant und besonders im Kindesalter nur schwer zu ersetzen.
Die Auslöser einer allergischen Reaktion auf Kuhmilch sind verschiedene Proteinbausteine (Eiweiße) in der Milch, die in der Kasein- und Molkefraktion enthalten sind. Sie kommen in unterschiedlicher Art und Menge in verschiedenen Tiermilchen (Kuh-, Ziegen-, Schaf- oder Stutenmilch) und daraus hergestellten Produkten vor. Da nicht jeder Allergiker gleichermaßen reagiert, werden in Einzelfällen gekochte Milch, Käse, Sauermilchprodukte oder andere Tiermilchen vertragen.
Worauf müssen Sie achten?
Zu der breiten Palette der Milchprodukte, die im Zweifelsfall gemieden werden müssen, gehören neben Trinkmilch auch Milchprodukte wie Buttermilch, Joghurt, Sahne, Creme fraiche, Schmant, Quark, Käse und im Extremfall auch Butter. Zusätzlich werden Milch und Milchprodukte in vielen zusammengesetzten Lebensmitteln verarbeitet.
Achten Sie beim Einkauf beispielsweise folgender Produkte auf den Einsatz von Milch:
- Brot, Brötchen, Knäckebrot, Kuchen und Gebäck, Waffeln, Desserts
- Gemüsemischungen, Aufläufe, Suppen, Soßen
- Kartoffelzubereitungen, Püreepulver, Kroketten, Pommes frites
- Aufschnitt, Brat- und Brühwürste
- Speiseeis, Schokolade, Nougat und nougathaltige Cremes, Pralinen, Bonbons, Karamell, Müsli und Müsliriegel
- Säuglingsmilchnahrung, probiotische Lebensmittel, Medikamente, Gewürzmischungen
Im Rahmen der Allergen-Kennzeichnungsverordnung müssen Milchbestandteile immer als solche im Zutatenverzeichnis gekennzeichnet werden. Achten Sie auf Begriffe wie: Milch, Joghurt, Sahne, Quark, K(C)asein, Kefir, Molke, Schmant und Butter. Bei loser Ware gibt es bisher keine Kennzeichnungspflicht für Milch und milchhaltige Speisen, so dass Sie beim Einkauf unverpackter Lebensmittel oder beim Besuch eines Restaurants das Personal befragen und auf Ihre Erkrankung hinweisen müssen.
Milchfreies Kochen
Die Ersatzmöglichkeiten für Milch und Milchprodukte in der eigenen Küche sind vielfältig, sodass eine milchfreie Ernährung schmackhaft und ausgewogen gestaltet werden kann.
Ersatzmöglichkeiten:
- Reis-, Soja-, Haferdrinks als Ersatz für Milch und Sahne
- Mandel- und Kokosmilch
- Soja- und Hafercreme als Ersatz für Creme fraiche oder Schmand
- Tofu oder Süßlupinen als Käseersatz
- Milchfreie Margarine als Ersatz für Butter
Ausgewogene Ernährung bei Milcheiweißallergie
Milch und Milchprodukte liefern als Grundnahrungsmittel hochwertiges tierisches Eiweiß, Vitamin B2, Vitamin D, Fluorid und Calcium. Achten Sie bei einer milchfreien Ernährung auf den regelmäßigen Verzehr von:
- magerem Fleisch und Fisch
- Hülsenfrüchten; sie dienen als guter pflanzlicher Eiweißlieferant
- calciumreichen Mineralwässern mit einem Calciumgehalt von über 300 Milligramm/Liter
- calciumangereicherten Reis-, Soja- und Haferdrinks
Suchen Sie eine allergologisch versierte Ernährungsfachkraft auf und besprechen Alternativen und Ersatzmöglichkeiten, sowie eine bedarfsgerechte Ernährung bei einer Milcheiweißallergie.
Ursache einer Unverträglichkeit von Kuhmilch kann auch eine Laktose-Intoleranz sein, die von der Allergie gegen Kuhmilcheiweiß zu unterscheiden ist.
Allergen-Steckbrief zum Download
- Die Auslöser
- Worauf müssen Sie achten?
- Milchfreies Kochen
- Ausgewogene Ernährung bei Milcheiweißallergie
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