Sellerie
- Die Auslöser
- Worauf müssen Sie achten?
- Selleriefreies Kochen
- Ausgewogene Ernährung bei Sellerieallergie
- Allergen-Steckbrief zum Download
Die Auslöser
Sellerie gehört in Deutschland zu dem beliebtesten Suppengemüse. In Form von Knollen-, Bleich- oder Staudensellerie ist er in fast jeder Küche zu finden. Neben der Verwendung in der eigenen Küche hat sich auch die Lebensmittelindustrie den würzigen Geschmack des Gemüses zu Nutze gemacht. Als Zusatz in Gewürzmischungen, herzhaften Fertigprodukten, Suppen und Soßen lässt sich dem Allergieauslöser nur schwer aus dem Weg gehen. Eine Sellerieallergie tritt bevorzugt im Jugend- und Erwachsenenalter im Rahmen einer pollenassoziierten Lebensmittelallergie (Kreuzallergie) auf. Speziell Birken- und Beifußpollenallergiker müssen mit einer Kreuzallergie auf Sellerie rechnen.
Die Einschätzung, wie stark und auf welche Selleriesorten ein Allergiker reagiert, ist schwer vorhersagbar. Birkenpollenallergiker reagieren häufig auf rohen Sellerie und können eine Suppe, die mit Sellerie gekocht wurde, gut vertragen. Beifußpollenallergiker hingegen müssen auch auf gekochten Sellerie verzichten. Einige Allergiker vertragen den Staudensellerie sehr gut, während beim Verzehr von Knollensellerie Beschwerden auftreten. Das individuelle Verträglichkeitsspektrum muss im Rahmen einer individuellen Ernährungsberatung und in Absprache mit dem Arzt ermittelt werden.
Worauf müssen Sie achten?
Als Sellerieallergiker müssen Sie auf Sellerie in jeglicher Form verzichten. Das Gemüse als solches in der eigenen Küche zu meiden, stellt kein Problem dar.
Durch die Geschmack gebende Wirkung findet Sellerie häufig Verwendung in verarbeiteten Lebensmitteln. Achten Sie beispielsweise bei folgenden Produkten auf den Einsatz von Sellerie:
- Wurstwaren und Aufschnitt
- Fertigprodukte
- fertige Soßen, Suppen
- Salatsoßen, Dressings
- Würzmischungen, -pasten oder -soßen
- Brühwürfel
- Mayonnaise, Remoulade, Ketchup
Im Rahmen der Allergen-Kennzeichnungsverordnung müssen Selleriebestandteile immer mit dem Begriff "Sellerie" im Zutatenverzeichnis gekennzeichnet werden. Achten Sie auf den Begriff "Sellerie…" und auf Bezeichnungen wie Gewürz- oder Kräutermischung, Suppengewürz, Suppengemüse, Gemüsebrühe, Gemüsemischung. Bei loser Ware gibt es bisher keine Kennzeichnungspflicht für Sellerie und selleriehaltige Speisen. Beim Einkauf oder beim Besuch eines Restaurants müssen Sie das Personal befragen und auf Ihre Erkrankung hinweisen.
Selleriefreies Kochen
Sellerie wird in der eigenen Küche häufig für die Zubereitung von Suppen und Soßen verwendet. Eine geschmackliche Alternative zu finden, ist fast unmöglich. Aber es gibt Alternativen: Sehr geschmacksintensiv und für die Zubereitung von Suppen und Soßen gut geeignet sind Petersilienwurzeln und Kräuter.
Die neue Allergenkennzeichnungspflicht hat viele Hersteller dazu veranlasst, die Rezepturen auf selleriefreie Varianten umzustellen, so dass der Verbraucher beim Einkauf mittlerweile viele selleriefreie Produkte findet.
Ausgewogene Ernährung bei Sellerieallergie
Eine gesunde Ernährung ohne Sellerie ist ohne Schwierigkeiten möglich, da es eine Vielzahl an anderen Gemüsesorten gibt, die verträglich sind. Liegen allerdings mehrere Kreuzallergien vor und die Gemüseauswahl ist weiter eingeschränkt, muss im Rahmen einer individuellen Ernährungsberatung nach Alternativen für die Nährstoffversorgung gesucht werden.
Allergen-Steckbrief zum Download
- Die Auslöser
- Worauf müssen Sie achten?
- Selleriefreies Kochen
- Ausgewogene Ernährung bei Sellerieallergie
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