Sesam
- Die Auslöser
- Worauf müssen Sie achten?
- Sesamfreies Kochen
- Ausgewogene Ernährung bei Sesamallergie
- Allergen-Steckbrief zum Download
Die Auslöser
Sesam kommt als Auslöser allergischer Reaktionen zwar sehr selten vor, kann bei bestehender Allergie aber umso heftigere Beschwerden verursachen. Die ursprünglich aus Afrika, Asien und Zentral- beziehungsweise Südafrika stammende krautartige Ölsaat findet in der deutschen Küche immer mehr Beliebtheit. Speziell in der Vollwertküche taucht Sesam mittlerweile in vielen Gerichten und Rezepten auf. Eine Sesamallergie tritt bevorzugt im Erwachsenenalter auf und besteht in der Regel lebenslang. Die Allergieauslöser der Ölsaat werden durch Erhitzen oder Rösten nicht verändert und können auch in kleinsten Mengen schwere allergische Symptome auslösen.
Worauf müssen Sie achten?
Neben der Ölgewinnung dient Sesam in Asien und Afrika als Basis für die Breiherstellung. In Deutschland wird Sesam in geschälter und ungeschälter Form im Handel angeboten. Bei Backwaren wird die Saat in Kombination mit anderen Körnern oder Mohn zur Aromatisierung von Brötchen und Brot eingesetzt.
Sesam in der Ernährung zu vermeiden, stellt für den Allergiker ein großes Problem dar. Während es relativ einfach ist, auf ein Sesambrötchen zu verzichten, sind weitere Vorkommen von Sesam, Sesammehl und Sesamöl in verarbeiteten Lebensmittelprodukten schwer zu überschauen.
Achten Sie beispielsweise bei folgenden Produkten auf den Einsatz von Sesam:
- Studentenfutter und Knabbermischungen
- Brot, Brötchen, Kekse und Kuchen
- Fladenbrot
- Joghurt mit Müsli- oder Nusszusatz
- Müsli und Müsliriegel
- Vegetarische Aufstriche (Beispielsweise Hummus), Burger oder Bratlinge
- Vegetarische Gerichte
- Süßwaren, Sesamkrokant
- Asiatische Würzsoßen und -pasten
Im Rahmen der Allergen-Kennzeichnungsverordnung müssen Sesambestandteile immer im Zutatenverzeichnis gekennzeichnet werden. Achten Sie im Zutatenverzeichnis auf den Begriff "Sesam…". Bei loser Ware gibt es bisher keine Kennzeichnungspflicht für Sesam und sesamhaltige Speisen. Fragen Sie daher beim Einkauf oder beim Besuch eines Restaurants das Personal und weisen auf Ihre Erkrankung hin. Achten Sie besonders beim Besuch asiatischer, orientalischer und afrikanischer Restaurants auf den Einsatz von Sesam.
Sesamfreies Kochen
Sesamsaat kann in der eigenen Küche sehr gut durch andere Samen ersetzt werden, etwa durch Sonnenblumenkerne, Kürbiskerne, Mohn oder Amarant.
Ausgewogene Ernährung bei Sesamallergie
Sesamsaat liefert in erster Linie hochwertiges Eiweiß, pflanzliche Fette, Calcium und Magnesium. Da Sesam aber normalerweise nur in kleinen Mengen verzehrt wird, ist keine Mangelernährung beim Verzicht auf Sesam zu befürchten.
Allergen-Steckbrief zum Download
- Die Auslöser
- Worauf müssen Sie achten?
- Sesamfreies Kochen
- Ausgewogene Ernährung bei Sesamallergie
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