Sulfite und Schwefeldioxid
- Die Auslöser
- Worauf müssen Sie achten?
- Schwefelfreies Kochen
- Ausgewogene Ernährung bei einer Unverträglichkeit auf Schwefeldioxid und Sulfit
- Allergen-Steckbrief zum Download
Die Auslöser
Schwefeldioxid (SO2) und die Salze der schwefligen Säure, die Sulfite, werden als Konservierungsmittel und Antioxidationsmittel bei der Herstellung von Lebensmitteln seit vielen Jahrhunderten eingesetzt. Als Zusatzstoff werden Sie mit E-Nummern versehen.
| E-Nummer | Zusatzstoff |
|---|---|
| E 220 | Schwefeldioxid |
| E 221 | Natriumsulfit |
| E 222 | Natriumhydrogensulfit |
| E 223 | Natriummetabisulfit |
| E 224 | Kaliummetabisulfit |
| E 226 | Kalziumsulfit |
| E 227 | Kalziumbisulfit |
| E 228 | Kaliumbisulfit |
Schwefeldioxid und Sulfite können Auslöser schwerer Überempfindlichkeitsreaktionen beim Menschen sein. Betroffene reagieren nach dem Verzehr schwefelhaltiger Lebensmittel mit asthmatischen Zuständen, Nesselsucht (Urtikaria), Magen-Darm-Beschwerden bis hin zu anaphylaktischen Beschwerden, wobei der Wirkmechanismus bisher nicht eindeutig geklärt ist. Besonders gefährdet sind bei dieser Form der Unverträglichkeitsreaktion Asthmakranke, bei denen sich schon nach Aufnahme einer kleinen Menge Schwefel, zum Beispiel durch ein Glas Wein, die Schleimhäute der Bronchien verengen können.
Worauf müssen Sie achten?
Bei einer Unverträglichkeit auf Schwefeldioxid und Sulfite muss der Verzehr schwefelhaltiger Lebensmittel stark reduziert werden. Schwefeldioxid und sulfithaltige Lebensmittel müssen ab einer Menge von 10 mg/l oder 10 mg/kg im Zutatenverzeichnis oder auf dem Etikett gekennzeichnet werden, so dass die Auswahl geeigneter, verträglicher Lebensmittel nicht sehr schwer fällt. Achten Sie auch auf den Begriff "Schwefel" und auf die Bezeichnung "geschwefelt".
Folgende Produkten können SO2 und Sulfite enthalten:
- Trockenfrüchte
- Rosinen
- Meerrettich im Glas oder in der Tube
- Getrocknetes Gemüse
- Würzmittel
- Kartoffelgerichte
- Eingelegte Kirschen
- Essig
- Marmeladen und Gelees
- Wein
Bei loser Ware in der Bäckerei, Metzgerei oder im Restaurant muss die Verwendung von Schwefel gut lesbar auf einem Schild neben der Ware, auf einem Sammelaushang oder in einem ausliegenden Heft angegeben werden. Achten Sie hier auf den Begriff "Schwefel" oder die Bezeichnung "geschwefelt".
Schwefelfreies Kochen
Schwefeldioxid und Sulfite werden in der eigenen Küche selten für die Zubereitung von Speisen eingesetzt. Bei der Verwendung von abgepackten Lebensmitteln oder Wein achten Sie auf das Zutatenverzeichnis. Alle Produkte, die Schwefeldioxid oder Sulfite beinhalten könnten, werden auch ohne diese Zusätze angeboten.
Wie schwefelhaltig Weine sind, hängt davon ab, wieviel Zucker im Wein enthalten ist. Rotweine enthalten in der Regel weniger Schwefel als Rosé oder Weißweine, trockene Weine weniger als Süße; einen schwefelfreien Wein gibt es jedoch nicht.
Ausgewogene Ernährung bei einer Unverträglichkeit auf Schwefeldioxid und Sulfit
Eine gesunde Ernährung ohne Lebensmittel, die SO2 oder Sulfite (E-Nummern 220–224, 226–228) enthalten, ist ohne Schwierigkeiten möglich, da sie keinen Nährwert besitzen und alle geschwefelten Produkte auch ohne diesen Zusatz angeboten werden. Damit Betroffene die Lebensmittelauswahl nicht aus Unwissenheit unnötig einschränken, sollte im Rahmen einer individuellen Ernährungsberatung der Einsatz von Schwefeldioxid und Sulfit in der Lebensmittelherstellung und die Kennzeichnung dieser Substanzen besprochen werden.
Allergen-Steckbrief zum Download
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- Worauf müssen Sie achten?
- Schwefelfreies Kochen
- Ausgewogene Ernährung bei einer Unverträglichkeit auf SO2 und Sulfit
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