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Weizen

Die Auslöser

Weizen ist neben Mais das zweithäufigste angebaute Getreide weltweit. Während Mais nur sehr selten Allergien auslöst, steht Weizen gerade im Kindesalter mit auf der Liste der Hauptallergieauslöser. Im Erwachsenenalter sind Weizenallergien eher selten. Eine Pollenallergie auf Getreidepollen (zum Beispiel Weizenpollen) hat in der Regel keine Konsequenzen für den Speiseplan.

Die Allergene (Allergieauslöser) im Weizen sind zum Teil hitzelabil und werden durch den Backvorgang verändert oder zerstört.

Im Gegensatz zu einer reinen Weizenallergie gibt es auch allergische Reaktionen, die nicht nur Weizen, sondern auch Roggen, Gerste, Hafer, Dinkel und Kamut betreffen und die als Zöliakie oder Sprue bekannt sind. Es handelt sich um eine Unverträglichkeit gegenüber dem Getreideprotein Gluten.

Worauf müssen Sie achten?

Die Diagnose einer Weizenallergie bedeutet für den Allergiker eine weitreichende Umstellung des Speiseplans, da Weizen hierzulande zu den Grundnahrungsmitteln zählt. Aufgrund der hervorragenden Backeigenschaften wird Weizen in vielen Back- und Brotwaren verarbeitet. Als Karenzmaßnahme müssen alle Speisen gemieden werden, die Weizen enthalten. Achten Sie beispielsweise bei folgenden Produkten auf den Einsatz von Weizen:

  • Weizenprodukte: Weizenkeimlinge, Weizenflocken, -grieß, -kleie, -schrot, -mehl, -stärke, Malz
  • Weizenurformen: Dinkel, Einkorn, Emmer, Kamut, Grünkern
  • Brot, Brötchen, Zwieback, Kekse und Kuchen aus Weizenmehl
  • Nudeln
  • Paniertes Fleisch, Gemüse oder Fisch
  • Wurstwaren wie Brühwurst, Kochwurst, Schinkenwurst oder Rohwurst
  • Kartoffelfertigprodukte (Klöße, Pommes frites, Kroketten)
  • Backerbsen
  • fertige Soßen, Suppen, Mayonnaise, Ketchup, Würzmischungen
  • Getreidegetränke (Spezialgetränke mit Ballaststoffen)
  • kaltlöslicher Kakao, Puddingpulver
  • Nuss-Nougatcreme, Schokolade, Pralinen, Eis, Bonbons, Kaugummi
  • Diätetische Spezialprodukte: (Weizenkleber dient hier zur Eiweißanreicherung)

Noch einschneidender ist die Diät allerdings bei einer Zöliakie-Erkrankung, bei der auf sämtliche glutenhaltige Getreide und daraus hergestellte Lebensmittel verzichtet werden muss.

Im Rahmen der Allergen-Kennzeichnungsverordnung werden Weizenbestandteile und andere glutenhaltige Getreidesorten immer als solche im Zutatenverzeichnis gekennzeichnet. Achten Sie im Zutatenverzeichnis daher auf Begriffe, die "Weizen" oder "Gluten" beinhalten können, wie Hartweizen, Paniermehl, Semmelmehl, Stärke, "Vitalkleber", Weizengraupen, -mehl, -grieß, -flocken, -kleie, -schrot, Weizenkeime, Weizenprotein (Weizeneiweiß).

Bei loser Ware gibt es bisher keine Kennzeichnungspflicht für Weizen und andere glutenhaltige Getreide. Beim Kauf loser Waren oder beim Besuch eines Restaurants müssen Sie daher das Personal befragen und auf Ihre Erkrankung hinweisen.

Weizenfreies Kochen

Sofern es sich um eine reine Weizenallergie handelt, kann bei der Speisenzubereitung auf andere Getreidesorten ausgewichen werden. Dies ist jedoch nicht im Falle einer Zöliakie möglich. Dabei kann/muss die eine oder andere etwas exotischere Getreidesorte verwendet werden, was sicher bei der Verarbeitung etwas Übung bedarf; aber es lohnt sich. Probieren Sie verschiedene Rezepte aus und finden Sie Ihr neues Lieblingsgetreide. Hier ein paar Beispiele:

  • Alternativen für Brot und Backwaren: Mehl oder Flocken aus Roggen, Gerste, Hafer, Buchweizen, Mais, Reis, Kastanien/Maronen, Soja, Amarant oder Teff
  • Alternativen für Nudeln: Reis- oder Maisnudeln, Teffnudeln
  • Alternativen zum Andicken oder Binden: Kartoffel- oder Maisstärke
  • Alternative für Süßspeisen: Wackelpudding, Puddingpulver auf der Basis von Mais- oder Kartoffelstärke

Ausgewogene Ernährung bei Weizenallergie

Weizen besteht zu 75 Prozent aus Kohlenhydraten und ist ein wichtiger Lieferant für Ballaststoffe, Vitamine und Mineralstoffe. Eine gesunde Ernährung ist im Falle einer reinen Weizenallergie möglich, indem anstelle von Weizen andere verträgliche Getreidesorten verwendet werden, die bezogen auf den Nährstoffgehalt untereinander gut austauschbar sind.

Achten Sie in diesem Fall auf eine abwechslungsreiche Ernährung mit verträglichen Getreideprodukten, viel Gemüse, Obst, magerem Fleisch, Fisch und Hülsenfrüchten. Verwenden Sie neben Kartoffeln und Reis als Beilage auch mal Hirse oder Buchweizen.

Suchen Sie eine allergologisch versierte Ernährungsfachkraft auf und besprechen Alternativen und Ersatzmöglichkeiten sowie eine ausgewogene Ernährung bei einer Weizenallergie.

Allergen-Steckbrief zum Download

  • Die Auslöser
  • Worauf müssen Sie achten?
  • Weizenfreies Kochen
  • Ausgewogene Ernährung bei Weizenallergie

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