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Hochschule Ostwestfalen Lippe: Allergiepotential von Pollenflug der Gehölze im öffentlichem Grün der Städte und Gemeinden

Erscheinungsdatum
25.11.2008

Studie zum wissenschaftlichen Erkenntnisstand und möglichen Minderungsstrategien.

Zusammenfassung des unten zum Download zur Verfügung stehenden PDF:


Pollenallergien gehören zu den häufigsten allergischen Erkrankungen mit steigender Tendenz. Pollen als frei in der Luft befindliche Allergenträger sind Bestandteil der natürlichen Umwelt und können daher nicht grundsätzlich verhindert oder eliminiert werden. Im Rahmen dieser Forschungsstudie wurde geprüft, inwieweit planerische Ansätze und Strategien vor allem im Bereich der Pflanzenverwendung in Zukunft dabei helfen können, die Lebensqualität von Pollenallergikern im öffentlichen Freiraum zu verbessern. Dabei stehen die Belastungen durch Gehölzpollen im Vordergrund der Betrachtungen, wenngleich auch die Beeinträchtigungen durch Pollen krautiger Pflanzen und Gräser mindestens ebenso
bedeutsam sein können.

Zur Einordnung der Fragestellung in einen größeren inhaltlichen Zusammenhang war es zunächst notwendig, kurz die Allergieproblematik in den Grundzügen allgemein zu umreißen. Anmerkungen zur Pollen- und Blütenbiologie allergener Gehölze sowie aktuelle wissenschaftliche Erkenntnisse zum Pollenflug bildeten die Grundlage zur Einschätzung und Bewertung des Allergiepotenzials von Gehölzpollen im öffentlichen Freiraum. Schließlich wurden aus den zurzeit diskutierten Ansätzen zur Minderung des Allergiepotenzials von Gehölzpollen im öffentlichen Freiraum, den Befunden aus Untersuchungen anderer Fachdisziplinen sowie aus den Ergebnissen eines eintägigen Expertengesprächs Handlungsansätze und Empfehlungen zur Minderung der Belastung durch Gehölzpollen entwickelt und diskutiert. Dabei stellte sich heraus, dass Maßnahmen zur Vermeidung oder Minderung von Belastungen und mögliche planerische Lösungen nicht einfach formuliert werden können. Dies liegt zu einem an der Komplexität des Problems und der Tatsache, dass viele Fragen wissenschaftlich noch nicht oder nicht eindeutig geklärt sind. Forschungsansätze und Befunde zu Einzelaspekten sind zwar aus verschiedenen Fachdisziplinen bekannt, jedoch fehlen bisher systematische Untersuchungen zu fundierten Handlungsansätzen in der Planung und Pflanzenverwendung.

Für weiterführende Lösungswege ist daher die Zusammenarbeit zwischen Medizinern, Meteorologen und planenden Disziplinen wie Landschaftsarchitekten und Architekten wichtig. Die einseitige Fokussierung auf den Verzicht von allergenen Pflanzen, bzw. auf eine differenzierte Artenwahl im konkreten Planungsfall, kann das Problem nicht grundlegend lösen. Wichtiger ist es daher, weitere Faktoren, die das Allergiepotential beeinflussen näher zu analysieren und gezielte Handlungsweisen auf unterschiedlichen Ebenen zu entwickeln.


Datei ist nicht barrierefrei Hochschule Ostwestfalen Lippe: Allergiepotential von Pollenflug der Gehölze im öffentlichem Grün der Städte und Gemeinden (pdf/7883-KB)


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