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Handlungsschwerpunkt 4: "Draußen und Unterwegs"

Vermeidung von Allergien durch Pollen, Tierhaare und Hausstaubmilben

Die weibliche Blüte der Beifußblättrigen AmbrosieQuelle: JKI / Foto: U. Starfinger

Situation

Auch unterwegs kommen Verbraucherinnen und Verbraucher vielfach mit Allergenen in Kontakt, ohne es zu wissen oder es gezielt vermeiden zu können. Hierzu gehören auch Katzen- und Hundehaare, Hausstaubmilben sowie Rückstände von Reinigungs- und Waschmitteln. Dies schränkt die Sicherheit vieler Allergiker erheblich ein. Zudem ist bekannt, dass Tabakrauch (auch Passivrauchen) die Allergieanfälligkeit bei Kindern stark erhöht und auch bei Erwachsenen die Atmungsorgane stark belastet.

Pollen sind weit verbreitete Allergene, Heuschnupfen betrifft je nach Jahreszeit und Witterung sehr viele Menschen. Bei Anpflanzungen in Städten entlang der Straßen und in Grünanlagen wird die unterschiedlich starke allergisierende Wirkung der Pollen verschiedener Baumarten bisher kaum berücksichtigt.

Eine neu eingeschleppte Ambrosia-Art (das aus Nordamerika stammende Traubenkraut) besitzt ein sehr kräftiges Pollenallergen. Dieses wirkt stärker als Birken- oder Gräserpollen. Schon geringe Pollenmengen reichen aus, um allergische Reaktion auszulösen. In jüngerer Zeit werden in Deutschland vermehrt Fundorte gemeldet. Es erscheint möglich, dass die Art am Beginn einer Ausbreitungsphase steht.

Ziel

Die Lebensqualität von Allergikern und ihre Sicherheit unterwegs soll durch allergikerfreundliche Angebote der Wirtschaft (z.B. in Hotels und Verkehrsmitteln) und durch die Eindämmung von Ambrosia verbessert werden.

Maßnahmen

  • Initiative zur Bereitstellung allergikerfreundlicher Angebote in Zusammenarbeit mit dem Hotel- und Gaststättenverband und den Verkehrsunternehmen.
  • Verbesserung des Nichtraucherschutzes in der Öffentlichkeit und in Gaststätten.
  • Erarbeitung eines Maßnahmenprogramms gegen die Einschleppung und Verbreitung von Ambrosia, das bereits 2007 wirksam werden soll.
  • Workshop mit den Kommunalen Spitzenverbänden, um Empfehlungen zum Umgang mit allergieauslösenden Pflanzen zu erarbeiten.

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