Beikost und Übergang zur Familienernährung

Ist das Baby etwa ein halbes Jahr alt, wird es Zeit, die Muttermilch oder Säuglingsmilchnahrung langsam um andere Nahrungsmittel zu ergänzen. Mit der Beikost sollte frühestens zu Beginn des fünften und spätestens zu Beginn des siebenten Lebensmonats begonnen werden. Wann Sie mit dem Zufüttern beginnen können, zeigt Ihr Baby Ihnen auch durch verstärktes Interesse an anderer Nahrung.
Um das Kind allmählich an die neue Kost zu gewöhnen und um seine Reaktion zu prüfen, empfiehlt sich, neue Lebensmittel immer erst einzeln und mit einigen Tagen Abstand einzuführen. Bewährt hat sich beispielweise das Schema des Ernährungsplans des Forschungsinstituts für Kinderernährung (FKE) zur Einführung von Beikost (einen Link zu dem Schema finden Sie unter Weitere Informationen auf den Seiten anderer Anbieter auf dieser Seite). Die Meidung oder spätere Einführung von häufiger allergieauslösenden Lebensmitteln bietet keinen Schutz vor Allergien. Auf Lebensmittel, die häufiger Allergien auslösen, muss also heute kein Baby mehr verzichten. Im Gegenteil: Neuere Studien zeigen, dass das Risiko für Zöliakie (Glutenunverträglichkeit) um 50 Prozent gesenkt werden kann, wenn mit Beginn der Beikostfütterung – solange noch gestillt wird – auch kleine Mengen glutenhaltiges Getreide gegeben werden.
Trinkmilch (Kuhmilch) sollte im ersten Lebensjahr nur in kleinen Mengen (zur Zubereitung eines Milch-Getreide-Breies) gegeben werden. Zum Trinken sollte sie erst gegen Ende des ersten Lebensjahres und nur im Rahmen der Brotmahlzeiten aus Becher oder Tasse gegeben werden. Wenn Kuhmilch verwendet wird, sollte sie nicht als Rohmilch und Vorzugsmilch gegeben werden.
Diese aktuellen Empfehlungen gelten uneingeschränkt auch für allergiegefährdete Kinder.
Auch nach der Einführung von Beikost sollte weitergestillt werden. Wann der richtige Zeitpunkt zum Abstillen gekommen ist, bestimmen Sie und Ihr Kind.
