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Ortenauer SHG "Laktose-Intoleranz/ Milchzuckerunverträglichkeit" Ltg.: Bönisch

Ortenauer Selbsthilfegruppe "Laktose-Intoleranz/ Milchzuckerunverträglichkeit Offenburg" Ltg.: Marianne & Ricarda Bönisch

Service:         
Aufklärung über die Erkrankung, eigene Erfahrungen weitergeben, Erfahrungsaustausch, Kontakte zu Ärzten und Ernährungsberaterinnen
Kurzform:      
Ortenauer SHG LI/MZU OG, Ltg.: Bönisch
aktiv in:         
Baden-Württemberg
Schwerpunkt:
Ernährung

Wünsche der Betroffenen sowie des aktiven Teams und der Selbsthilfegruppenleitung

Die Lebensmittelindustrie soll darauf verzichten, chemische Veränderungen in Nahrungsmitteln vorzunehmen, sowie keine Füll- & Zusatzstoffe einsetzen.

Die Ziele

In erster Linie verfolgen wir diese drei Ziele:

  • Eigene Erfahrungen im Alltag mit dem Krankheitsbild Laktoseintoleranz sowie mit anderen Nahrungsmittelunverträglichkeiten mit Betroffenen, deren Angehörigen und Interessierten austauschen
  • Kontakte zu Fachärzten, Fachkliniken, Heilpraktikern und Ernährungswissenschaftlern herstellen
  • Soweit es die Kompetenz zulässt, Hilfe und Unterstützung für das alltägliche Dasein geben

Gründung

Da wir selbst von der Enzymmangelerkrankung "Milchzuckerunverträglichkeit" sowie andere Intoleranzen betroffen sind, haben wir, Marianne & Ricarda Bönisch, uns bereits im Oktober 2004 dazu entschlossen, die breite Öffentlichkeit mit Aufklärungscampagnen über dieses Krankheitsbild aufzuklären.
Anfänglich sind die Aufklärungskampagnen sehr mühsam verlaufen, denn wir mussten bei Lebensmittelherstellern, -händlern, Metzgereien, Bäckereien, Gastronomen sowie bei den Pharmaunternehmen erst einmal ein Bewusstsein für die Problematik der Enzymmangelerkrankung "Laktoseintoleranz" wecken. Das Problem liegt darin, dass diese Unternehmen Laktose als Füll- und Hilfsstoff einsetzen.

Es gelang uns, über die Jahre eine gute Zusammenarbeit mit den Lebensmittelherstellern sowie mit den Medizinern und den Kliniken im Kreis aufzubauen, sodass wir heute im Ortenaukreis ein breites Produktsortiment von laktosefreien, fruktosearmen und glutenfreien Produkte beziehen können. Leider ist zu erwähnen, dass diese Produkte deutlich teuerer sind als die normale Ware. Auch medizinische Untersuchungen, wie z.B. der Atemtest zur Diagnose sowie die Enzympräparate stellen eine gravierende finanzielle Belastung für die Betroffenen dar. Dies trifft vor allem die sozial Schwachen, wie Geringverdiener, Rentner sowie Hartz IV-Empfänger.

Da viele Betroffene langjährige Odysseen mit diesem Beschwerdebild durchleben, wurde solche Öffentlichkeitsarbeit dringend notwendig. Letztlich stieg der Informations- und Hilfsbedarf der vielen Betroffenen so stark an, dass wir uns im April 2008 entschlossen, die Ortenauer Selbsthilfegruppe "Laktose-Intoleranz/Milchzuckerunverträglichkeit Offenburg" Ltg.: M.& R. Bönisch zu gründen. Anfänglich waren wir Anlaufstelle nur für Betroffene von Laktoseintoleranz, was sich aber bis zum heutigen Tage auf verschiedene Nahrungsmittelunverträglichkeiten ausweitete.

Was tut unsere Selbsthilfegruppe?

Betroffene, deren Angehörige sowie Interessierte tragen zu unserer Selbsthilfegruppe bei. Unsere Zielsetzung liegt darin, das Bewusstsein für die Problematik der Enzymmangelerkrankung Laktoseintoleranz sowie andere Nahrungsmittelunverträglichkeiten wie z.B. Fruktose-, Histamin- sowie Glutenintoleranz
(Zöliakie) in der breiten Öffentlichkeit zu wecken und darüber aufzuklären.

Auch in der Gesundheitspolitik setzten wir uns dafür ein, die Anerkennung der Enzymmangelerkrankung "Milchzuckerunverträglichkeit" zu erreichen, um einen finanziellen Ausgleich in Form eines Freibetrags bei der Steuererklärung für ernährungsaufwendige Kost zu erhalten. Hohe Priorität hat in der Arbeit gegenüber der Gesundheitspolitik sowie dem Gemeinsamen Bundesausschuss, dass Atemtests, Enzympräparate etc. schnellstmöglich als Kassenleistung übernommen werden.

Auch ist zu erwähnen, dass bzgl. des Krankheitsbildes Laktoseintoleranz sowie den anderen Nahrungsmittelunverträglichkeiten in der Medizin noch sehr viele Defizite bestehen, z.B. wird bei der Milchzuckerunverträglichkeit die verschiedenen Schweregrade immer noch unterschätzt. Beim schwersten Schweregrad kann bereits die kleinste Menge an Laktose eine fatale Wirkung haben, was bei der Einnahme von Medikamenten zu beachten ist. In den meisten Medikamenten ist Laktose enthalten. Auch Lebensmittel, die zwar als laktosearm/-frei gekennzeichnet sind, können Spuren enthalten.

Wo und wann trifft sich die Selbsthilfegruppe?

Wir treffen uns jeden ersten Montag im Monat im eigenen Gruppenraum im

Schulzentrum Nordwest
Selbstlernzentrum & Mensa
Vogesenstraße 14

77652 Offenburg

zum Erfahrungs- und Informationsaustausch, wobei die neuesten Erkenntnisse von Diagnose- & Therapieverfahren sowie alltägliche Ernährungstipps und neueste Literaturangebote erörtert werden.

Die ganzjährigen Aktivitäten erstrecken sich nicht nur auf den Erfahrungsaustausch, sondern umfassen auch öffentliche Informationsabende, Infostände auf Gesundheitsmessen, Bauernmärkten, Kochabende etc.

Hier ist außerdem unser Flyer (als PDF) zum Download hinterlegt.

Aktiv in

Offenburg, im Ortenaukreis/Baden, sowie überregional im Breisgau

Schwerpunkte

Laktoseintoleranz, Fruktoseintoleranz, Histaminintoleranz, Glutenintoleranz

Kontakt und Information

Marianne & Ricarda Bönisch
Telefon: 0781/2039153
E-Mail: lactosegruppe [at] gmx.de

Weitere Informationen gibt es im Internet auch unter www.nmutreff-ortenau.de und www.selbsthilfe-ortenau.de sowie bei www.libase.de.

Hinweis des BVL

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