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Impfung gegen Schweinegrippe – Gibt es besondere Empfehlungen für Allergiker?

Editorial

Die Wogen um das Für und Wider einer Impfung gegen Schweinegrippe haben sich in den letzten Wochen etwas geglättet. Glücklicherweise sind die schlimmsten Befürchtungen zur Schweinegrippe-Epidemie bislang nicht eingetreten. Doch auch in Deutschland sind Betroffene aller Altersstufen vor allem an schweren Lungenentzündungen durch den H1N1-Virus gestorben. Da der Impfstoff in seiner in Deutschland verfügbaren Form recht gut vertragen wird, empfehlen die meisten Ärzte unter Abwägung von Risiken und Nutzen eine Impfung gegen Schweinegrippe.

Ausnahme: Allergie gegen Hühnereiweiß

Problematisch für manche Allergiker ist jedoch, dass der Impfstoff Spuren von Hühnereiweiß enthalten kann. Das bedeutet, dass Allergiker – vor allem Asthmakranke aller Altersstufen – zwar die Impfung erhalten können und auch sollen, aber Ausnahmen speziell für hühnereiallergische Menschen, insbesondere Kinder und Jugendliche, gelten. Auch wenn das Risiko einer allergischen Reaktion auf den Impfstoff sehr gering zu sein scheint, sollten nach heutigem Kenntnisstand Personen, die eindeutig auf Hühnerei reagieren und bei denen eine Hühnereiallergie bestätigt wurde, nicht routinemäßig mit dem bisher verfügbaren Impfstoff gegen Schweinegrippe geimpft werden. Diese Personen sollten vielmehr vor einer Impfung einen Allergologen um Rat fragen, der möglicherweise auch den Impfstoff an der Haut der Betroffenen testen kann.

Die gute Nachricht: In Kürze wird ein hühnereifreier Impfstoff aus der Schweiz erhältlich sein, der auch für hühnereiallergische Kinder ab 6 Monate zugelassen ist.

Abdruck der Unterschrift von Professor Ulrich Wahn

Professor Dr. med. Ulrich Wahn
Allergie-Zentrum-Charité Kinderklinik

Unterstützt durch Experten des Fachbeirates aus folgenden Institutionen


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