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Häufig gestellte Fragen und Antworten

Hier kommen Sie zu den Übersichten der häufig gestellten Fragen und Antworten:

Fragen und Antworten: Bereich Bauen & Wohnen

Hinter unserer Schrankwand im Schlafzimmer haben sich Schimmelflecken gebildet. Wie wird das Zimmer wieder bewohnbar?

Zuerst müssen Sie die Ursache für den Schimmelbefall finden: Ist der Schimmelbefall selbstverschuldet, weil z.B. die Schrankwand zu nah an der Wand stand, Sie im Schlafzimmer Ihre Wäsche getrocknet, aber zu wenig gelüftet haben? Oder liegen eventuell Baumängel vor, bei denen Schimmelbildung an geeigneten Orten nur eine Frage der Zeit war? Großflächigen, starken Schimmelbefall sollten Sie jedenfalls nicht selbst beseitigen. Heißluftbehandlungen oder eventuell nötige Umbaumaßnahmen sind nur von Firmen mit entsprechend geschultem Fachpersonal durchzuführen – wenn kein Eigenverschulden vorliegt, hat in der Regel der Vermieter die Kosten zu tragen.

Einzelne Schimmelflecken hingegen können Sie auch in Eigenregie entfernen: Zuerst wischt man den Schimmel feucht ab (mit Seifenlauge), desinfiziert die befallenen Stellen dann mit 70-80prozentigem Ethylalkohol oder Brennspiritus und wiederholt die Prozedur bei Bedarf. Derartige Sanierungsmaßnahmen dürfen nur mit Schutzhandschuhen, Mundschutz und Schutzbrille durchgeführt werden – Allergiker dürfen gar nicht in die Nähe. Generell gilt: die Ursache des Schimmelbefalls muss behoben werden. Sonst taucht das Problem in Kürze wieder auf. Solange der Schimmel nicht beseitigt ist, sollten Sie in einem anderen Zimmer schlafen.

Unser Stoffsofa ist an der Rückseite angeschimmelt. Müssen wir es nun wegschmeißen?

Das kommt darauf an, wie stark der Befall ist. Bei punktuellem, oberflächlichem Befall kann man die entsprechenden Stellen feucht abwischen und mit Alkohol desinfizieren. Sind die Schimmelpilze jedoch tiefer eingedrungen, bleibt das wurzelähnliche Geflecht des Pilzes im Stoff stecken. So können sich wieder Sporen bilden, die erneut Beschwerden machen.

Dies ist selbst dann der Fall, wenn sich die Pilze in einem nicht sichtbaren Stadium ihrer Entwicklung befinden. Sind Sie sich in der Beurteilung des Befalls unsicher, ziehen Sie einen Experten hinzu. Im schlimmsten Fall müssen Sie das Sofa tatsächlich entsorgen.

Seit wir in eine frisch renovierte Wohnung gezogen sind, juckt meine Nase und tränen meine Augen. Woran kann das liegen?

Vermutlich reagieren Sie empfindlich auf Lösungsmittel, Formaldehyd oder Formaldehydabspalter, die aus frisch gestrichenen Wänden, lackierten Türen oder frisch verklebten Bodenbelägen ausgasen; eventuell hat Ihr Vormieter oder Vermieter keine emissionsarmen Produkte gewählt. Die Gegenmaßnahme: Lüften Sie die Wohnung so oft wie möglich und sorgen Sie für Durchzug.

Sollten die Probleme nach ein paar Wochen nicht verschwinden, kann sich eine Untersuchung der Innenraumluft lohnen. Erste Anhaltspunkte liefern etwa Analysen der Stiftung Warentest, die selbst durchgeführt werden können und recht kostengünstig zu haben sind. Ansonsten kann man sich an zertifizierte Labore wenden, deren Analysen beispielsweise im Fall eines Rechtsstreits mit dem Vermieter mehr Aussagekraft haben. Extern durchgeführte Untersuchungen sind allerdings auch deutlich teurer.

Darf ich mit Heuschnupfen überhaupt im Garten arbeiten?

Natürlich gilt: Alle Pflanzen, auf die Sie allergisch reagieren, sollten Sie lieber aus Ihrem Garten verbannen. Auch den Rasen sollten Sie regelmäßig mähen lassen (bitte nicht selbst!), bevor irgendwelche Gräser zu blühen anfangen. Ansonsten aber gelten für den Garten im Prinzip keine anderen Regeln als für jeden Ausflug auf die Straße auch: Beachten Sie die Pollenflugvorhersage und halten sich in der Stadt eher morgens, auf dem Land eher abends draußen auf.

Bedenken Sie, dass einige Pollenarten oft in großer Höhe viele Kilometer zurücklegen, bevor sie sich auf die Erde niedersenken. Die Pollen von Zierblumen im Garten übrigens sind für Hauschnupfen-Allergiker in der Regel harmlos. Diese Pollen sind so schwer, dass sie nur von Insekten von Ort zu Ort befördert werden können. In die Atemwege eines Allergikers gelangen sie nicht.

Unser frisch gekaufter Wohnzimmerteppich stinkt nach zwei Monaten immer noch nach Chemie. Was sollen wir tun?

Teppiche (genauso wie Möbel oder Matratzen), die über lange Zeiträume hinweg Schadstoffe oder unangenehme Gerüche verströmen, können reklamiert werden. Gut ist, wenn man mit dem Händler schon eine Vereinbarung getroffen hat, die eine Rücknahme der Ware garantiert, sollte diese länger als vier bis sechs Wochen merklich ausgasen. Andererseits haben es manche Produkte an sich, dass sie recht lange "neu" riechen – die Grenze zum Stinken ist fließend.

Hat der Teppich eine TÜV-Nummer oder zum Beispiel eine Kennzeichnung der Europäischen Teppich-Gemeinschaft (ETG), kann man sich auch dort melden. Eventuell ist eine Lieferung schadhaft, so dass der Teppich auf Kosten des Herstellers ausgetauscht würde. Insgesamt ist gutes Lüften bei neu verlegten Teppichen das A und O. Und: Es lohnt sich, emissionsarme Ware zu kaufen.

Wir wollen für das Kinderzimmer einen Natur-Teppich aus Wolle kaufen. Können darin noch Schadstoffe stecken?

Textile Bodenbeläge aus Wolle oder anderen Naturstoffen sind oft mit Mitteln zur Bekämpfung von Motten und Käfern versehen, um zu verhindern, dass diese den Teppich zerfressen.

Erwachsene vermag das Insektengift unter ihren Füßen vielleicht nicht zu stören. Aber krabbelnde Kleinkinder können die Schadstoffe leicht zusammen mit dem Hausstaub aufnehmen. Achten Sie also beim Kauf eines Wollteppichs darauf, dass keine Schädlingsbekämpfungsmittel darin stecken: Motten- und Käferfraß kann auch durch Sorgfalt und Pflege verhindert werden. Oder Sie entscheiden sich für einen schadstoffgeprüften Teppich aus Synthetik. Der muss nicht per se schlecht für Ihr Kind sein.

Ich habe gehört, dass Neemöl bei der Bekämpfung von Hausstaubmilben helfen soll. Was ist da dran?

Ob Neemölprodukte gegen Hausstaubmilben tatsächlich helfen, ist umstritten: Neemöl soll die Fortpflanzung der Spinnentiere behindern und so ihre Anzahl in Betten, auf Teppichen und Polstermöbeln deutlich verringern – wissenschaftlich belegt ist das allerdings nicht. Im Gegenteil: Wie Wissenschaftler der Universität Paderborn zeigen konnten, ging es den Milben im Labor auch Monate nach empfohlener Neemöl-Anwendung noch gut.

Nachweislich wirksame Mittel gegen Hausstaubmilben sind dagegen: milbendichte Matratzenbezüge, gekochte Bettwäsche, regelmäßiges Staubsaugen bzw. Bodenwischen, eine gute gelüftete, trockene Wohnung und Acaricide (beispielsweise Benzylbenzoat).

Trotz aller Maßnahmen gegen Hausstaubmilben reagiere ich immer noch allergisch. Welche Therapie kann mir helfen?

Gegen Hausstaubmilben ist eine Hyposensibilisierung die Therapie der Wahl. Diese Therapie gilt in diesem Fall als gut wirksam und wird von den Krankenkassen bezahlt.

Wir ziehen in eine Wohnung, in der vorher Raucher gewohnt haben. Wie werden wir die Schadstoffe in den Räumen am besten los?

Wenn es noch nicht geschehen ist: Streichen Sie die Wohnung und schmeißen Sie eventuell vorhandene Teppiche hinaus. Auch eine nasse Reinigung der Teppiche befreit diese wirksam von Schadstoffen. Ansonsten gilt: lüften, lüften, lüften!

Stimmt es, dass es eine "Büroallergie" gibt?

Abgesehen von psychosomatischen Beschwerden an einem unliebsamen Arbeitsplatz gibt es tatsächlich bürotypische Gegenstände, die Sensibilisierungen auslösen können. Dazu zählen zum Beispiel Papier, Tinte, Kugelschreiberfarbe, Klebstoffe, Gummiartikel, Büroklammern und Scheren. In Kopierpapier kann das häufig allergen wirkende Kaliumdichromat stecken, kohlefreies Durchschlagpapier enthält Diethylentriamin als mögliches Allergen.

Weitere bekannte Papierinhaltsstoffe, die auch auf "Allergen-Hitlisten" stehen, sind unter anderem Kolophonium, Formaldehyd/ Formaldehydharze, Methylisothiazolinon. Meistens sind Reaktionen auf Papier allerdings irritativer Natur. Vor allem Atopiker sind davon betroffen. Alle metallenen Gegenstände können Bestandteile von Nickel enthalten. Ansonsten können natürlich wie in jedem anderen Innenraum auch Schimmelpilze und Hausstaubmilben ein Thema sein.

Darüber hinaus kann trockene und staubige Raumluft zu Reizungen der Atemwege Anlass geben. Eine Beduftung der Räume könnte ebenfalls zu einer Reizung der Atemwege und der Augenbindehäute führen.


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