AG Asthmaschulung im Kindes- und Jugendalter e.V. (AGAS)
Selbstdarstellung der Arbeitsgemeinschaft Asthmaschulung im Kindes- und Jugendalter e.V. (AGAS)
- Service:
- Recherche qualifizierter Asthma-Schulungen, Informationen zur Erkrankung, Umgang mit Asthma im Alltag, Verhalten in Notsituationen
- Kurzform:
- AG Asthmaschulung
- aktiv in:
- ganz Deutschland
- Schwerpunkt:
- COPD, Lungenemphysem, Lungenfibrose, Asthma (asthma bronchiale), Bronchiektasen, Langzeit-Sauerstofftherapie, Nicht-invasive Beatmung
Sie haben gerade erfahren, dass Ihr Kind Asthma bronchiale hat. Vielleicht kennen Sie andere Patienten mit Asthma, denen es schlecht geht oder Sie haben von schlimmen Dingen im Zusammenhang mit dieser Erkrankung gehört. Dass Sie sich deshalb Sorgen machen, was diese Diagnose für Ihr Kind, Sie und Ihre Familie bedeutet und Angst haben, wie es Ihnen in der Zukunft gehen wird, ist verständlich. So wie Ihnen geht es vielen anderen Familien auch, denn Asthma bronchiale ist die häufigste chronische Erkrankung im Kindesalter. Ca. 6-10 von hundert Kindern sind betroffen.
Vielleicht sind Sie aber auch froh, endlich zu wissen, warum Ihr Kind nachts immer gehustet hat oder aufgewacht ist und nicht richtig Luft bekommen hat, warum es, wenn andere Kinder nur Schnupfen hatten, immer eine "Bronchitis" mit Husten und Pfeifen oft über Wochen hatte, warum es beim Sport nicht so mithalten konnte wie die anderen Kinder, öfter Pausen machen musste oder beim Fußball immer nur im Tor stehen durfte. Sie wissen jetzt den Grund, und es ist nun möglich, sich auf die Krankheit einzustellen, sie richtig zu behandeln und damit leben zu lernen.
Asthmaschulung als wichtiger Baustein der Behandlung
Asthmaschulung ist heute ein wichtiger Baustein der Behandlung des Asthma bronchiale im Kindes- und Jugendalter. Aber noch immer haben nicht alle Familien mit einem asthmakranken Kind die Möglichkeit an einer strukturierten Asthmaschulung teilzunehmen, obwohl sich das Angebot an strukturierten Schulungen in den letzten Jahren deutlich verbessert hat. Die Asthmaschulung hat zum Ziel, alltagstaugliches Wissen an Kinder, Jugendliche und deren Familien zu vermitteln. Daneben werden auch Verhaltenstraining durchgeführt, Verbesserung der Körperselbstwahrnehmung, Umgehen mit körperlich empfundenen Symptomen (insbesondere Frühzeichen), eine Besserung des gefühlsmäßigen Umgangs mit Asthma (insbesondere mit der Asthmaangst) und auch eine Verringerung der Auswirkung im familiären sowie sozialen Bereich.
Die Ziele der Asthmaschulung umfassen
- größeres Wissen über die Krankheit
- Erlernen von Notfallvermeidungsmaßnahmen
- größere Selbständigkeit im Umgang mit der Erkrankung
- Unterstützung bei der psychischen Krankheitsbewältigung auf der persönlich-individuellen und der familiären Ebene
- Teilnahme an sportlichen Aktivitäten
- weniger Fehlzeiten in der Schule
- weniger Krankenhausaufenthalte
Die Asthmaschulung wird durchgeführt von speziell dafür ausgebildeten Asthmatrainern (Ärzte, Psychologen, Pädagogen, Physiotherapeuten, Kinderkrankenschwestern, usw.). Das Programm der AGAS ist bundesweit einheitlich. Die Asthmaschulung ist in diesem Zusammenhang ein zentraler Baustein im Rahmen des Disease-Management-Programmes (DMP) Asthma bronchiale (also dem neuen Behandlungsprogramm, in das alle Kinder und Jugendliche von 5 – 18 Jahren eingeschlossen werden können). Das Schulungsprogramm der AGAS ist als erstes und flächendeckendes Schulungsprogramm für Kinder und Jugendliche sowie deren Familien im DMP zugelassen. Das bedeutet, dass alle Asthmatrainer nach einem einheitlichen Qualitätsprogramm auch die Schulung durchführen müssen.
Entscheidenden Anteil an diesem flächendeckenden Angebot hat die Arbeitsgemeinschaft Asthmaschulung im Kindes- und Jugendalter e.V. Diese AG wurde 1994 gegründet und umfasst alle Berufsgruppen (Ärzte, Psychologen, Pädagogen, Kinderkrankenschwestern, Physiotherapeuten o.ä.), die im Rahmen der Asthmaschulung tätig sind.
Die Zusammensetzung der Arbeitsgemeinschaft spiegelt somit wider, wie wichtig die Teamarbeit vieler Berufsgruppen bei der praktischen Durchführung der Schulung sind. Asthmaschulung wird dabei verstanden als eine pädagogisch-psychologische Maßnahme, um alltagstaugliches Wissen an Kinder, Jugendliche und deren Familien zu vermitteln. Daneben sind aber auch Verhaltenstraining, Verbesserung der Körperselbstwahrnehmung, Umgehen mit körperlich empfundenen Symptomen (insbesondere den Frühsymptomen), eine Besserung des gefühlsmäßigen Umgangs (insbesondere der Asthmaangst) und auch eine Verringerung der Auswirkungen im familiären sowie sozialen Bereich entscheidende Bestandteile.
Wie kann man an solch einem Asthmaschulungsprogramm teilnehmen?
Zum einen sollten Sie Ihren Kinderarzt/Hausarzt danach fragen, ob er selber Schulungen anbietet oder mit Schulungsteams zusammenarbeitet. Wenn Sie Ihr Kind in das DMP haben einschreiben lassen, so haben Sie einen rechtlichen Anspruch auf ein derartiges Schulungsprogramm.
Wo findet man Schulungsteams?
Über die Internetseite der AGAS zu Patientenschulungen können Sie sich kundig machen über Schulungsteams in Ihrer unmittelbaren Wohnortnähe. Auf der Homepage der AGAS (www.asthmaschulung.de) finden Sie auch einige Basisinformation zum Asthma bronchiale und Antworten auf die häufigst gestellten Fragen.
Hinweis des BVL
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Kontakt
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