Allergene in Kosmetika und Pflegeprodukten

Cremes, Shampoos, Deos, Make-up, Haarfärbemittel, Parfüms – sie alle werden aus einer Auswahl von rund 6000 verschiedenen Substanzen und 2500 Duftstoffen sorgfältig zusammengemixt, um den Körper zu pflegen und zu verschönern. Die Sicherheitsansprüche und die Sicherheitsstandards an und für Kosmetika sind sehr hoch. Dennoch können in seltenen Fällen einige dieser Stoffe bei manchen Menschen Allergien auslösen.
Übeltäter Nummer eins: die Duftstoffe. Allein in Deutschland reagieren mehr als eine Millionen Menschen auf einen oder mehrere davon. Doch auch einige Konservierungsmittel haben es in sich, ebenso wie Haar-Färbemittel.
Hervorgerufen werden die Allergien durch den Kontakt eines potentiell sensibilisierenden Inhaltsstoffes mit der Haut. Typische Zeichen einer solchen Kontaktallergie sind Rötungen, Schwellungen, Juckreiz und Brennen bis hin zur Bildung von Bläschen, Krusten und Schuppen. Ist ein Mensch für einen Stoff erst einmal sensibilisiert, können schon kleinste Mengen des Allergens ausreichen, um eine Reaktion der Haut auszulösen.
Eine gesunde Haut ist weniger allergiegefährdet als besonders empfindliche, sehr trockene, leicht geschädigte oder kranke Haut. Auch berufsbedingt stark beanspruchte Haut ist gefährdet. Typisches Beispiel ist das Friseurekzem durch ständigen Kontakt mit Haarfarben und –waschmitteln, Haarfestigern oder Gummihandschuhen. Die zeitliche Dauer des Kontakts eines bestimmten Stoffes spielt dabei eine wichtige Rolle. Während die Inhaltsstoffe einer Waschlotion zum Beispiel höchstens ein paar Minuten auf der Haut bleiben, wirkt eine Creme oder ein Parfüm den ganzen Tag auf und in der Haut - so ist das vom Hersteller ja beabsichtigt.
Betroffen sind meist Gesicht und Hände, denn sie kommen am häufigsten und längsten mit Kosmetik, Pflege- und Waschmitteln in Kontakt. Reagiert die Haut auch an Stellen, die mit dem Allergen nicht in Berührung kamen, dann spricht man von einem generalisierten Ekzem.
Allergische Symptome treten in der Regel nicht sofort auf, sondern meist erst 48 bis 72 Stunden nach dem Kontakt: Allergische Kontaktekzeme gehören zu den "Überempfindlichkeitsreaktionen vom verzögerten Typ". Diese Verzögerung erschwert häufig die Suche nach den Ursachen einer allergischen Reaktion.

